GRANGE AUX CONCERTS Billetterie
19. AUGUST, 19:00
Jodlowski | Meloni – Tabuchi – Estoppey

le dernier songe de samuel beckettClara Meloni © Rebecca Meier | Megumi Tabuchi | Laurent Estoppey © Elizabeth Perrill

PIERRE JODLOWSKI ( 1971* )
Le Dernier songe de Samuel Beckett ( 2013 ) pour saxophone ténor et électronique
Ombra della mente ( 2013 ) pour voix, clarinette basse et électronique
Textes de Alda Merini, extraits de Après tout même toi et Délire Amoureux.

 

Clara Meloni, soprano
Megumi Tabuchi, clarinette
Laurent Estoppey, saxophone
François Donato, diffusion

 

Enregistré par RTS Espace 2


ZWEI STARKE WERKE VON PIERRE JODLOWSKI:
Samuel Becketts letzter Traum wirft einen desillusionierten Blick auf die Welt. Als Verlängerung
des Wortes entwickelt sich die Musik aus einem Gespräch zwischen dem Saxophon und einer
Klangumwelt, die sowohl Konfliktträchtiges als auch gegenseitiges Verständnis enthält. Die Tonspur
wird mit ihrer Präsenz beinahe eine nicht zu vernachlässigende Figur.
Alda Merini ist eine wichtige Figur in der italienischen Literatur. Die Dichterin hörte bis zu ihrem
Tode 2009 nicht auf, am Rande der Gesellschaft bei den Ausgestoßenen dieser Welt zu leben.
Mit 16 Jahren stellten sich bei ihr die ersten Zeichen einer Depression ein, die sie von da an
nicht mehr verlassen sollte. Später nannte sie diese Krankheit Ombra della mente, Schatten des
Verstandes.
Dieser Begriff des «Schattens» bildet in dem Projekt die grundlegende Metapher des musikalischen
Schreibprozesses. Eine Rede, die unaufhörlich erschwert wird von einer dunklen Macht, die den
normalen Ablauf der Dinge verhindert. So lässt die Musik Platz für Lärmbereiche, für Summen und
Rauschen, als würde sie eine Dichotomie von Individuum und Welt ausdrücken wollen.

 

Submit to Facebook