DIE OPERA DECENTRALISÉ NEUCHATEL UND DIE JARDINS MUSICAUX


Vor etwa 30 Jahren gründeten Maryse Fuhrmann und Valentin Reymond die Opéra Décentralisé Neuchâtel (ODN). Über ein Jahrzehnt widmete sich die Kompanie diversen Projekten, mit der sie durch die Schweiz und das Ausland tourte, in Koproduktionen mit der Oper Lausanne, dem Stadttheater Bern, dem Théâtre Populaire Romand, der Lanterne magique (Genf), dem Theater Carouge, Contrechamps, Den Nationale Scene Bergen (Norwegen), dem Internationalen Theaterzentrum Viec Mir (Moskau), dem Gogol Theater Moskau und vielen mehr. Jede Produktion erlebte zahlreiche Aufführungen (zwischen zehn und vierzig). Zu den grössten Erfolgen der Kompanie zählen der Raub der Lucrezia und Albert Herring von Britten, H. W. Henzes Elegie für junge Liebende und die Orestie von Aischylos.

Im Jahre 1998 wurde die Opéra Décentralisé «sesshaft» und ihre Gründer riefen in Cernier die Jardins Musicaux ins Leben, ein Festival, das massgeblich der Musik des 20. und 21. Jahrhundert gewidmet ist. In einer eigens für das Festival hergerichteten Konzertscheune wurden seither über 600 Werke zu Gehör gebracht, von denen viele von Radio Télévision Suisse aufgezeichnet und gesendet wurden (mehr als 120 Konzerte und Vorstellungen).
Seit 2006 hat das Festival seinen Wirkungskreis mit der Unterstützung des Conseil général du Doubs auf die benachbarte französische Region Franche Comté bzw. die Königliche Saline von Arc et Senans ausgeweitet, ausserdem auf den Naturpark Chasseral, unterstützt wird letztere Zusammenarbeit vom Kanton Bern.

 

DIE JARDINS MUSICAUX 2015


Die nunmehr achtzehnte Edition der Jardins Musicaux lädt Sie zu einer Reise ein, auf der das scheinbar Gewöhnliche – Worte, Bilder, Klänge – unerwartet in aussergewöhnlichem Licht erscheint.

In den Schöpfungen von Boulez, Zuidam, Hindemith, Zorn, Kafka, Tschaikowski, Kurtág, Varèse, Cage, Wilder, Schubert, Chaplin, Schoenberg oder Satie, die dieses Jahr zu Gehör gebracht werden, sind Erfindungsreichtum, Modernität und Originalität miteinander verschwistert. Ob berühmt oder noch unbekannt: Sie treten in einen Dialog, erhellen sich gegenseitig und erscheinen mitunter ineinander verflechtet. Vor allem aber haben sie uns bewegt, Fragen aufgeworfen und schlussendlich in uns die Lust geweckt, sie zu teilen.

Die Verbundenheit der Musiker, die erneute Unterstützung durch öffentliche Hand und private Unterstützer, unsere Kooperationspartner, die symbolträchtige Grange aux Concerts und das Engagement enthusiastischer Mitarbeiter machen das Profil dieses lebhaften Festivals aus.

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